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Bericht Jahreshauptversammlung 2019

 

Zur diesjährigen Hauptversammlung hatte der SVS im Vorfeld die Mitglieder in das Sportheim gerufen. Wie jedes Jahr standen die einzelnen Berichte, Wahlen und Ehrungen an. Zudem gab es einen kleinen Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2020.

Der 1. Vorsitzende Rudolf Blaich eröffnete pünktlich die Versammlung und begrüßte die 78 anwesenden Mitglieder. Seinen besonderen Gruß galt dem Schönbronner Ortsvorsteher David Mogler, der der Versammlung in Vertretung des verhinderten Bürgermeister Bünger vertrat sowie den anwesenden Stadträten, örtlichen Vereinsvertretern und Ehrenmitgliedern.

Nach der Begrüßung und der Schweigeminute für das im letzten Jahr verstorbene Mitglied Hermann Stockinger stellte der 1. Vorsitzende die fristgerechte und ordnungsgemäße Einladung und die satzungsgemäße Beschlussfähigkeit der Versammlung fest und begann mit der Tagesordnung.

Zuerst berichtete Protokollführer Torsten Schletter über den aktuellen Mitgliederstand. Mit 334 Mitglieder verzeichnete der Verein einen leichten Rückgang um zwei Mitglieder. Danach fasste er kurz die Ausschusstätigkeiten des vergangenen Jahres zusammen.

Anschließend begann der 1. Vorsitzende mit seinem Bericht. In diesem hob er Positives wie die erfolgreich und gut besuchten Vereinsveranstaltungen hervor. "Die Leistungen unseres kleinen Vereins bei diesen Events sind fast erstligareif und bieten uns ein gutes Fundament für unsere Pläne und lassen uns Möglichkeiten um die uns andere beneiden." lobte er die Vereinsmitglieder für Ihr Engagement. Der Höhepunkt des vergangenen Jahres war jedoch die Übergabe unseres neuen zweiten Spielfeldes. "Auch wenn der Neubau unseres Sportplatzes für einige nervenaufreibend und belastend war, haben wir einmal mehr gezeigt zu was unsere Gemeinschaft fähig ist und wir in der Lage sind auch große Aufgaben zu meistern" fuhr er weiter aus. Hierbei bedankte sich der 1. Vorsitzende bei allen Helfern die sich an der ganzjährigen Baumaßnahme beteiligt waren, stellvertretend hierfür lobte er aber auch das außergewöhnliche Engagement von Erich Essig der zusammen mit Gerhard Schaible Dauergast bei den Arbeitseinsätzen war sowie die Bauleitung von den Ausschussmitgliedern Gerd Essig und Rudi Blaich jr.. Auch der Stadt Wildberg dankte er für die Unterstützung bei der Maßnahme durch die Übernahme einer Bürgschaft und dem großzügigen Zuschuss. Einige kleine Restarbeiten stehen noch an bevor die offizielle Einweihung des neuen Schönbronner Schmuckstücks mit einem besonderen Fußballspiel am 05.07. gefeiert wird. 

Der sportliche Teil dagegen war weniger positiv. Einzig die Jugendarbeit ist nach wie vor das Aushängeschild des Vereins, während dessen der Aktivenspielbetrieb sportlich hinterherläuft. Nach einigen Jahren A-Liga-Zugehörigkeit musste im Sommer der verdiente Abstieg hingenommen werden. Dabei tat ihm besonders der erst im Januar verpflichtete Trainer Jochen Wild leid, der trotz großem Engagement vom Verletzungspech verfolgt wurde und zudem von Teilen der Mannschaft immer wieder hängen gelassen wurde. 

"Für die gesamte Mannschaft, für den Verein und besonders für Jochen Wild tut mir dieser sportliche Misserfolg sehr leid. Jochen habe ich als tollen Sportsmann und Kameraden kennengelernt, leider haben wir ihn zu oft im Stich gelassen, so dass er keine Chance hatte mit unserer Mannschaft den Klassenerhalt zu schaffen." 

Der Verein wollte auch nach dem Abstieg mit dem Trainer weiterarbeiten, doch gesundheitliche Gründe verhinderten ein weiteres Engagement Jochen Wilds. So musste der Verein spät auf neue Trainersuche geben und setzte mit dem Duo Paratore/Martines wohl auf das falsche Pferd und trennte sich einvernehmlich schon während der Vorrunde wieder. Mit den Nachfolgerteam Frank Wohlgemuth und Matthias Schaible fing sich das Team wieder und die Trainer "leisten sehr gute Arbeit, haben aber durch den kleinen Kader und eine für mich unverständliche Mentalität in Teilen der Mannschaft, einen sehr schweren Stand."

Das Jahr 2019 wird nun stark im Zeichen der Vorbereitung auf unser 100-jährigen Jubiläum stehen. Geplant sind mehrere Einzelveranstaltungen für deren Durchführung alle SVS´ler und auch zahlreiche zusätzliche Helfer benötigt werden. Gerne kann sich jeder im "Team SVS 2020" einbringen und sich melden.

Die schon mehrfach in den vergangenen Jahren angesprochene demographische Entwicklung schlägt nun auch beim SVS zu. Bisher konnte man sich in der Jugendarbeit noch gegen den Trend stemmen, doch auch nun sind die Zahlen hier rückläufig. Zudem gelingt es dem Verein bisher nicht, die Jugendspieler auch in unseren Aktivenbereich überzuleiten, hier müssen wir alle verstärkt ansetzen.

Zum Schluss bedankte sich der Vorstand noch bei Allen die sich in irgendeiner Weise für den SVS engagiert haben, besonders aber auch beim Ausschuss der ein großen Pensum für den Verein abspult. 

Jugendleiter Steffen Bürkle verlas ein letztes Mal seinen Bericht über die Jugendarbeit im vergangenen Jahr. In der alljährlichen Jugendvollversammlung vor einer Woche stellte er sich nicht mehr zur Wiederwahl und es wurde der Schönbronner Florian Herter als sein Nachfolger präsentiert.

Aktuell werden rund 50 Jugendspieler*innen in 8 Jugendklassen von 11 Jugendbetreuern trainiert.

Nach seiner Rede lobte der scheidende Jugendleiter die überaus gute Jugendarbeit der verantwortlichen Betreuer und betonte das ihm um den SVS-Fußball auch in Zukunft nicht bange ist, da in den kommenden Jahren der SVS von den in den Aktivenkader aufsteigenden Jugendspielern profitieren wird. Wichtig ist nur, diese Spieler behutsam in die Mannschaften einzugliedern und dabei geduldig zu sein. „Der schnelle Erfolg ist manchmal vielleicht der schönere, langfristig aber nicht der richtige Weg!“. 1. Vorsitzende Rudi Blaich bedankte sich nochmals für die herausragende Leistung von Steffen Bürkle in den vergangenen Jahren.

Abteilungsleiter Fußball Michael Hihn hatte im Gegensatz zum Jugendleiter nicht viel Positives zu berichten. Auch er resümierte nochmals den Abstieg und die im Nachhinein unglückliche Trainerentscheidung zur neuen Runde. Doch zeigten nun zum Ende des Jahres hin die Spieler wieder ansteigende Form und er hoffe, dass das Trainerteam und die Mannschaft weiterhin engagiert weitermacht und eine gute Rückrunde spielt, um wieder auf Schlagdistanz zu den anderen Mannschaften zu kommen. Für die neue Runde wird zudem wieder an eine zweite Mannschaft gedacht, die allerdings dann nur als Reserveteam in die Runde starten wird.

 

Stellvertretend für die erkrankte Abteilungsleiterin Gymnastik und Fitness Uschi Stahl verlas Heike Dingler deren Bericht und stellte nochmals das Kursangebot des Vereins vor. Die anwesende Übungsleiterin Silvia Masek Sauter stellte sich bei der Gelegenheit persönlich bei den anwesenden Mitgliedern vor und führte aus, dass es ihr in Schönbronn sehr viel Spaß bereite ihre Kurse durchzuführen.

 

Mit Spannung wurde auch dieses Jahr wieder der Bericht der Kassenverwalterin Kerstin Herter erwartet. Im vergangenen Jahr schloss man mit einem fast ausgeglichenen Finanzjahr ab. Dabei betonte sie das 2 Veranstaltungen nun u.a. auch aus steuerlichen Gründen auf den Förderverein ausgelagert wurden und dadurch das finanzielle Ergebnis etwas anders bewertet werden müsse. Dennoch schaffte es der Verein aus dem Eigenbetrieb rund 9 T€ Darlehen zurückzuführen. Nach Abrechnung des Sportplatzbaues gelte es nun die Fördermittel beim WLSB abzurufen.

Deutlich wurde sie in der Bewertung des Vereinslebens abseits der Zahlen: „Durch den nicht so rosigen sportlichen Erfolg im letzten Jahr und der auch nicht glücklichen Trainereinstellungen, ist die Stimmung im Verein nicht immer positiv gestimmt, was ich auch teilweise persönlich zu spüren bekomme. Worte wie „Ihr macht den Verein kaputt“ oder ähnliche Aussagen fallen mir schwer unkommentiert zu schlucken –ich habe es aber gemacht. Für die Kritiker sei gesagt: Nachher sind Wahlen, lasst euch aufstellen, macht es besser – auch mein Posten steht zur Wahl. Man sieht in einem Verein nur das was man sehen will, aber was wir eigentlich im Hintergrund leisten, will Keiner sehen.“

Kassenprüfer Harald Roller bescheinigte im Anschluss eine ordentliche, sauber gegliederte Kassenführung und empfahl der Versammlung die Entlastung. Diese führte der neue Ortsvorsteher David Mogler durch und wurde einstimmig von der Versammlung erteilt.

Anschließend überbrachte er als Vertreter des verhinderten Bürgermeisters Bünger noch die Grüße der Stadt Wildberg und betonte, dass es, auch wenn es sportlich aktuell nicht gerade rund liefe, vieles Positives gebe. Allein der Einsatz der Mitglieder bei der Durchführung des Schäferlaufes wäre mehr als lobenswert. So schafft es doch der kleinste Teilort der Gemeinde Wildberg mit die meisten Arbeitsstunden beim Schäferlauf abzuleisten. Auch die Vereinsveranstaltungen wie z.B. die Schaumparty wären Aushängeschild des Vereins und belebe den Ort spürbar. Auch er als Vereinsmitglied müsse schon sagen: „Sportlich spielen wir vielleicht Kreisliga B, aber was das Engagement und den Einsatz betrifft können wir mit Nagolds Verbandsliga allemal mithalten.“.

Im Anschluss ging er nahtlos zu den Wahlen über. Trotz der Kritik im Vorfeld am Verein und seinen Ausschuss war es interessant, dass alle vakanten Posten wieder einmal einstimmig bestätigt oder neu besetzt wurden. Den Ausschuss verließen der Jugendleiter Steffen Bürkle, Abteilungsleiterin Gesundheit und Fitness Uschi Stahl sowie die Beisitzer Mathias Bauer und Benjamin Schaible. In das Gremium rückten als Beisitzer Baris Karga und Philipp Schaible nach, die Abteilungsleitung Gesundheit und Fitness übernahm die ehemalige langjährige 2. Vorsitzende Christine Fischer. Der 1. Vorsitzende Rudi Blaich, die Kassenverwalterin Kerstin Herter und die Schriftführerin Heike Dingler wurde in ihrem Amt bestätigt. Einen Wechsel gab es in der Abteilungsleitung Fußball. Michael Hihn und Frank Rathfelder, der bislang Beisitzer war, tauschten ihren Posten und bleiben somit weiterhin dem Ausschuss erhalten.

Der neue Jugendleiter Florian Herter wurde bereits am vorherigen Montag, in der jährlichen Jugendvollversammlung von den Jugendspieler*innen gewählt und von den Mitgliedern in seinem Amt nun auch bestätigt.

Bei den Kassenprüfern gab es ebenfalls einen Wechsel. Während Harald Roller weiterhin im Amt bestätigt wurden, kann Bettina Weiß aufgrund eines längeren Auslandsaufenthalts ihre Aufgabe nicht mehr nachkommen. Ihr folgt Eric Rathfelder, der ebenso einstimmig gewählt wurde.

Vl.n.r. Eric Rathfelder (Kassenprüfer), Christine Fischer (AL Gesundheit und Fitness), Rudolf Blaich (1.Vorsitzender), Heike Dingler (Schriftführerin),Frank Rathfelder (AL Fußball),

Kerstin Herter (Kassiererin), Baris Karge (Beisitzer), Harald Roller (Kassenprüfer), Florian Herter (Jugendleiter), Michael Hihn (Beisitzer)

 

Auch dieses Jahr stand wieder eine Fülle von Ehrungen an. Insgesamt 31 Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue mit einem Geschenk geehrt. Die schon herausragende mit Anneliese Jesinger, Werner Kern, Gudrun Reule, Jürgen Stahl, Karin Schneider und Albrecht Bühler 6 Ehrungen für je 40 Jahre wurden noch mit 3 Ehrungen für Erich Essig, Eberhard Jesinger und Kurt Großmann für je 50 Jahre Mitgliedschaft getoppt.

Hintere Reihe v.l.n.r: Werner Kern, Kurt Großmann, Susanne Majer, Heike Dingler, Eric Rathfelder, Ralf Mast, Markus Dingler, Erich Essig

Mittlere Reihe v.l.n.r.: Rudi Blaich (Vorstand), Stefan Schmidt, Thomas Fischer, Philipp Lutz, Matthias Schaible, Silke Blaich

Vordere Reihe v.l.n.r.: Karin Schneider, Gudrun Reule, Anneliese Jesinger, Angelika Candussi, Jens Mayer
 

Zum Schluss gab Protokollführer Torsten Schletter noch einen kurzen Ausblick auf die Veranstaltungen im kommenden Jahr, warb nochmals für die Teilnahme am Projekt „SVS 2020“ und informierte die Mitglieder über die geplanten Jubiläumsveranstaltungen im darauffolgenden Jahr. Neben einem Vereinsheimspieltag, Festakt, Familientag, Jubiläumsturnier ist sicherlich der Auftritt der aus Funk und Fernsehen bekannten Volksrockband „Die Dorfrocker“ die im kommenden Sommer 2020 am 27.06. den Schönbronner Sportplatz rocken, das Highlight des 100-jährigen Vereinsjubiläum.

 

Mit dem Absingen der Vereinshymne „Brüder lasst die Bundesfahne…“ wurde die Versammlung nach rund 2 ½ Stunden beendet.